Spenden statt Feuerwerk

Spenden statt Feuerwerk

In Österreich werden jedes Jahr zu Silvester über 10 Millionen Euro im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft gepustet! Fällt uns da wirklich nichts Besseres ein?

Zu Silvester wünscht man sich generell ein „glückliches neues Jahr“. Doch trägt man mit Raketen und Böllern wirklich zu einem glücklicheren Jahr bei, wenn das Vergnügen aus bunten Funkellichtern in wenigen Augenblicken verpufft?

Schauen wir uns ein paar Fakten an

Feinstaub:
Durch die vielen Feuerwerke zu Silvester entsteht tonnenweise Feinstaub. Die durch Pyrotechnik freigesetzte Menge an Kleinstpartikeln verursachen binnen weniger Minuten ungefähr 17 % der Menge an Feinstaub, die der Kfz-Verkehr innerhalb eines ganzen Jahres produziert.

Schwermetalle und Müll:
Bei der Explosion werden Schwermetalle und andere Chemikalien freigesetzt, die dem Feuerwerk Farbe geben. Darunter: Strontium, Arsen, Blei, Selen oder Cäsium. Zudem verursachen abgebrannte Knallkörper und Feuerwerksraketen jährlich über 1000 Tonnen Müll. Was in der freien Natur auf den Boden fällt, bleibt dort oft liegen und die Schadstoffe gelangen so in Böden und Gewässer.

Lärmbelästigung:
Feuerwerkskörper erreichen einen Schalldruckpegel von bis zu 170 Dezibel. Für ältere Menschen, Kleinkinder und Haustiere ist dieser Lärm mit einem großen Stressfaktor verbunden. Wildtiere werden in einer Zeit aufgeschreckt, in der ihre Nahrungsbasis dünn ist. Die Flucht vor dem ungewohnten Lärm verzehrt Energiereserven, die für den langen Winter oft lebenswichtig sind.

Unfälle und Brände:
Für rund tausend Österreicher endet der pyrotechnische Silvesterspaß jedes Jahr im Krankenhaus. Die häufigsten Verletzungen entfallen auf Augen, Ohren und Hände. Auch durch Feuerwerke ausgelöste Sachbeschädigungen und Brände verursachen zu Silvester Schäden in Millionenhöhe.

Kinderarbeit und Todesopfer bei der Herstellung:
Der Großteil der bei uns genutzen Pyrotechnik stammt aus Asien oder Lateinamerika. Feuerwerksfabriken in diesen Ländern beschäftigen Kinder. Schon 5-Jährige müssen mit chemischen Substanzen hantieren und sind ohne Handschuhe und Schutzkleidung gefährlichen Inhaltsstoffen ausgesetzt. 90 % der in der Feuerwerksindustrie arbeitenden Kinder leiden an Verätzungen, Asthma, Augenerkrankungen oder Tuberkulose. Bereits ein kleines Feuer kann zu Verstümmelungen führen oder in den Fabriken eine Katastrophe mit hunderten Todesopfern auslösen.

Wollen wir das alles wirklich für ein paar Sekunden Lichterzauber in Kauf nehmen? Gibt es Alternativen für einen glanzvollen Jahreswechsel?

Ein Silvesterfeuerwerk gehört für viele Menschen zum Jahreswechsel dazu. Es ist ja uch wirklich sehr schön anzuschauen und wir fordern kein Verbot. Dieses Brauchtum kann beibehalten werden, aber bitte nicht in diesem verantwortungslosen Ausmaß wie bisher. Die Unmengen an privat verschossenen Feuerwerken sind gefährlich und gesundheitsschädlich. Besuchen Sie besser ein öffentliches Feuerwerk. Die Durchführung professioneller und zentral organisierter Feuerwerke beeinträchtigt die Umwelt weniger. Wer auf sein privates Feuerwerk nicht verzichten möchte, sollte sich im Handel nach Feuerwerkskörpern aus EU-Ländern erkundigen.

Eine letzte gute Tat im Jahr: Schenken Sie ein Silvester der Zukunft!

Wir vom Kinderhilfswerk finden, dass Millionen von Euros, welche jedes Jahr für Feuerwerke „verballert“ werden, viel sinnvoller in gemeinnützige Organisationen und deren wichtige Arbeit investiert werden sollten. Ihr hart verdientes Geld ist definitiv in Spenden besser angelegt als in Feuerwerkskörpern! Selbst wenn nur ein Bruchteil der 10 Millionen Euro gespendet wird, anstatt mit schädlichen Nebenwirkungen in die Luft geschossen, kann viel Positives bewirkt werden.

Mit einer Spende an das Kinderhilfswerk tragen Sie nachhaltig zu einem glücklichen neuen Jahr bei und zaubern auch so ein Funkeln und Leuchten in traurige Kinderaugen.

Spenden Sie jetzt!

Bitte aktivieren Sie auch ihr Netzwerk! Rufen Sie Familie und Freunde dazu auf, „Spenden statt Feuerwerk“ zu unterstützen. Das ersparte und gespendete Geld für jede einzelne, nicht gekaufte Rakete hilft doppelt: Der Umwelt und den von uns betreuten Kindern. Sorgen Sie dafür, dass 2020 wirklich zu einem „glücklichen neuen Jahr“ für Kinder in psychischen Krisensituationen wird!

Dankeschön!

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