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Seminar im BTZ Linz zum Thema Stalking

Fortbildungsveranstaltung für die Kooperationstherapeut*innen des Kinderhilfswerks.

Seminar Stalking, Christoph Muuß

Christoph Muuß

Stalking (beharrliche Verfolgung)

Am 21. und 22. September fand im Beratungs- und Therapiezentrum des Kinderhilfswerks in Linz eine Weiterbildung für unsere Kooperationstherapeut*innen zum Thema Stalking (beharrliche Verfolgung) statt.

Als Referenten konnten wir Christoph Muuß, MA MSc, gewinnen. Er ist erfahrener Psychotherapeut und schon seit über vierzig Jahren Polizist. Dadurch verbindet er zwei sehr unterschiedliche Bereiche auf eine sehr bereichernde Art. Dank dieser ungewöhnlichen beruflichen Kombination konnten die Teilnehmer*innen einen umfassenden Überblick zum Thema Stalking erhalten. In dem Seminar wurde Stalking aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Neben den rechtlichen Grundlagen, wie dem österreichischen Anti-Stalking-Gesetz, ging es auch darum, die unterschiedlichen Formen von Stalking zu erkennen und mögliche Verhaltensweisen von Täter*innen einzuordnen. Neuere Formen des Stalkings, beispielsweise im digitalen Raum, wurden ebenfalls thematisiert.

Stalking als große Belastung für Betroffene

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Seminars lag auf den Auswirkungen von Stalking auf Betroffene. Wiederholte unerwünschte Kontaktaufnahme, Beobachtung oder Nachstellung können das Sicherheitsgefühl wesentlich beeinträchtigen und im Alltag eine große Belastung sein. Durch verschiedene Fallbeispiele konnten die theoretischen Inhalte mit konkreten Situationen verbunden werden. Für Therapeut*innen, die Betroffene beraten und begleiten, ist es wichtig, die Situation ernst zu nehmen und gemeinsam geeignete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dabei haben die Sicherheit der Betroffenen und der Therapeut*innen oberste Priorität.

Ebenso wurde ein weiterer wichtiger Aspekt thematisiert. Die eigene berufliche Rolle der Therapeut*innen. Auch Psychotherapeut*innen und andere Personen, die mit Betroffenen arbeiten, können im Rahmen ihrer Tätigkeit selbst von Stalking betroffen sein. Das Seminar bot auch den Raum, diesen Aspekt zu betrachten und mögliche Schutz- und Handlungsmöglichkeiten zu thematisieren.

Seminar Stalking - Gruppenfoto

Herzlichen Dank

Die Weiterbildung ermöglichte unseren Kooperationstherapeut*innen einen praxisnahen Einblick in das komplexe Thema Stalking. Herzlichen Dank an Christoph Muuß für seine fachliche Expertise, die anschauliche Vermittlung über zwei intensive Tage und die wertvollen Impulse für die praktische Arbeit.

Weitere Informationen zu Christoph Muuß und seiner Arbeit finden Sie unter www.systempraxis.at.

Sind Sie betroffen? Hier finden Sie Hilfe!

  • Gewaltschutzzentrum: Beratung und Unterstützung bei Stalking, auch ohne vorherigen Polizeikontakt. Tel. 0800 700 217
  • Opfernotruf: kostenlose und anonyme Beratung und Weitervermittlung an passende Hilfseinrichtungen. Tel. 0800 112 112
  • Frauenhelpline: für Frauen und Mädchen, die von Stalking betroffen sind. Rund um die Uhr, kostenlos und anonym. Tel. 0800 222 555
  • Polizei: bei akuter Gefahr 133, europaweit 112
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